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Würfelmeister e.V.

Franken und Würzburg im Überblick

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Andre
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Franken und Würzburg im Überblick

Beitrag von Andre » 01 Mär 2009 00:50

Das Bundesland Franken entstand vor rund 30 Jahren, als es sich durch ein politisches Debakel in Bayern mit erheblicher Unterstützung von Württemberg loslösen konnte. Der neugegründete Staat hatte bislang keine einheitliche Führung und litt somit in den Anfangsjahren erheblich unter wirtschaftlichen Problemen. Nahezu jeder Wirtschaftszweig war vertreten, jedoch keiner so stark ausgeprägt, dass es zur internationalen Konkurrenzfähigkeit reichen würde. Daher sollte Franken sollte unter Ministerpräsidentin Edith Weidner zu einem gewaltigen Touristen-Spielplatz umgebaut werden, indem man sich auf die historischen Plätze und besonderen Landstriche der einzelnen Städte konzentrierte und diese gezielt für japanische Bürger und solche der UCAS herrichtete und vermarktete. Dieser Plan förderte die Entwicklung sowohl eines feinen Verkehrs-, als auch Datennetzes, welche große Mengen befördern konnten, ohne das natürliche Bild des Landes zu verändern. Durch dieses Interesse, welches das junge Bundesland so auf sich zog, wurden die Kassen der einzelnen Städte, aber insbesondere der Besitzer der Attraktionen in kürzester Zeit gefüllt. Durch eine mysteriöse Ghoul-Plage im Jahr 2063, welche von Norden her direkt durch Franken fegte und die scheinbar genauso schnell verschwand wie sie aufgetaucht war, wurde der Ruf der Touristik-Industrie jedoch wieder soweit geschädigt, das bald viele ihrer Hochburgen geschlossen werden mussten und sie nun von den zurückgelassenen Arbeitern bewohnt werden. Auch die Zivilbevölkerung litt unter dem Schrecken, den die Ghoule verbreiteten. So flohen viele vor ihnen Richtung Süden, direkt zum ewigen Privatwidersacher Bayern. Einige Politiker behaupten heute, das Land Bayern habe Hexer angeheuert um genau diese Flüchtlingswelle wieder zu sich zurück treiben zu wollen, Nachforschungen in dieser Richtung ergaben jedoch keine stichhaltigen Beweise, dies zu untermauern. Diejenige, die durch den „Touri-Boom“ ihre Geldbeutel füllen konnten, waren in der Lage, wertlos gewordene Grundstücke vom erneut völlig überschuldeten Franken aufzukaufen, um sie einige Monate später an mittelständische Mitbürger oder internationale Konzerne auf dem Vormarsch zu vielfach erhöhten Preisen zu verkaufen. So entwickelte sich in ganz Franken eine deutliche Zweiteilung zwischen den „Touri-Boomern“, dem neuen Geldadel, und dem Rest der Bevölkerung. Durch ihr Geld konnten sich die Boomer auch wichtige politische Ämter im gesamten Parteien-Spektrum erkaufen, sodass sie heute die Politik bestimmen. Ehemalige Winzer und Bauern nehmen sich heute Lehen von ihnen, welche gerne bereitgestellt werden, um ihren Lebensunterhalt finanzieren zu können und Großkonzerne kaufen sich stetig ganze Ortsteile, um dort Fertigungsanlagen zu errichten und die überschuldete einfache Bevölkerung an die Bänder zu holen. Mit dieser Umverteilung einher ging auch die Bildung von kleineren Sprawls in beinahe jeder größeren Stadt. Von der Idee des Tourismus hat man sich 2065 endgültig losgesagt, ein „traditionelles Franken sei ein gesundes Franken“ und „der Markt belohnt alle nach ihrem Verdienst und richtet somit alle Probleme“. Die einfachen Bauern, die Sprawl-Bewohner, die Chummer auf den Straßen werden dabei nur wenig berücksichtigt, Franken ist heute eine modernere Form des Feudalismus.
Die hier geschriebene Version einer Zukunft entspricht in gewissem Maße der der offiziellen Hintergrundwelt von Shadowrun, sie wurde jedoch von mir zur besseren Spielbarkeit an einigen Stellen deutlich abgeändert. Hier vorkommende Passagen, die keinen Anhalt in der offiziellen Story-Line finden, sind von mir frei erfunden und sollten außerhalb dieser Runde nicht als Quelle herangezogen werden.
stolzer Besitzer von 10 Punkten!

Andre
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Re: Franken und Würzburg im Überblick

Beitrag von Andre » 01 Mär 2009 00:51

Würzburg als Bezirkshauptstadt von Unterfranken stellt hierbei keine Ausnahme dar. Ein Bündnis aus Rechten und Linken leitet die Stadt, da keine der zentralen Parteien zu einer Koalition fähig oder bereit gewesen wäre. Da an der Macht zwei Gegenpole aufeinandertreffen, ist der Stadtrat weitgehend lahmgelegt und entscheidungsunfähig, die Politik macht auch hier, wer genug Geld in der Tasche hat, seine Meinung an die Stelle der Vorherrschenden zu erkaufen.
Der alte Stadtkern wurde von der Ghoul-Seuche hart getroffen und 2063 erst von den Ghoulen und später von den marodierenden Säuberungstruppen fast vollständig entvölkert. Erst seit 2067 wagen sich wieder Bürger in die alten Straßen und Gassen auf der Suche nach Überbleibseln und Wohnraum. Jedoch finden sie noch viel zu häufig Ghoul-Nester, die immer wieder für neue Panik und vor allem für neue Tote sorgen. Konzerne haben sich angesiedelt um die aus ihrer Sicht günstige Arbeitsmarkt-Lage und die billigen Bodenpreise zu nutzen. Hexen und Schamanen aller Fakultäten suchen im Herzen der Altstadt immer wieder nach Anzeichen dafür, warum gerade dieser Ort so hart getroffen wurde und finanzieren somit das Leben der Messerklauen, die sie zu ihrem Schutz anheuern.
Die Polizei hat im letzten Jahr in Würzburg einen deutlichen Aufschwung erlebt, neue Gelder aus dem Verkauf von Land an Konzerne haben die Stadtkassen gefüllt und so zu einer Steigerung der Effektivität der würzburger Polizei beigetragen. Es handelt sich jedoch immer noch lediglich um staatliche Cops, die mit ihren gewinnorientierten Söldner-Kollegen, wie Lone Star, weder in der Ausrüstung, noch im Training oder der bloßen Mannschaftsstärke mithalten können. Zum Glück für die Schatten-Szene kann sich Würzburg solch schwere Geschütze (noch) nicht leisten.
Der Heuchelhof-Micro-Sprawl stellt nach Schätzungen inzwischen etwa die Hälfte der 160.000 Bewohner Würzburgs, die Dunkelziffern sollten jedoch deutlich höher liegen. Kriminalität und Straßengangs, wie die HSO, die Heuchelhof-Sprawl-OrganiZation, regieren dort das tägliche Leben. Es gilt im Allgemeinen das Recht des stärkeren.
Die Universität Würzburg bei Gerbrun hat während des Matrix 1.0 Crashes entscheidende Puzzle-Teilchen zur Entwicklung der wireless Matrix beigetragen, wurde jedoch nie gebührend geehrt. Daher sind die meisten Techniker, darunter einige Technomancer und Decker, an andere Universitäten geflohen. Dort sind heute überwiegend Theoretiker, Philosophen und Psychologen anzutreffen, die fern ihrer Kollegen ihren Studien nachgehen. Das Matrix-Netz um und in Würzburg wird daher hauptsächlich zu Werbezwecken und von den Gestallten der Schatten-Szene genutzt.
Besondere Erwähnung findet das Klinikum Würzburg, ein Verbund alter Krankenhäuser und Hospizen, die sich die zentrale Lage Würzburgs sowohl in Franken als auch im gesamten Deutschland zu nutzen machen wollten, um einen großen Komplex für Notfall-Medizin zu schaffen. Die Einrichtungen dieses Verbundes verteilen sich gleichmäßig über die wohlhabenderen Viertel Würzburgs.
Das magische, oder besser gesagt, das hermetische, Zentrum von Würzburg befindet sich in den südlichen Auswüchsen von Höchberg, in direkter Umgebung der Bauernfamilien und ihrer Felder. Auch die direkt vorbeiführende Transrapid-Trasse trägt nicht fördern zum Wachstum der „Akademie der Schutzhermetik zu Herbipolis“ bei, wie sich die Magier dort hochgestochen nennen.
Die Konzerne haben die Felder und Wälder nördlich und westlich von Lengfeld aufgekauft. Dort betreiben sie Produktionsanlagen mit bloßer Manneskraft und forschen in Richtungen, an die in einem normalen Megaplex nicht zu denken wäre, etwa bei der Weiterentwicklung der Soj-Produktion. Besonders asiatische Konzerne haben sich dort niedergelassen, allen voran Renraku.
Aus der Zeit des Touri-Booms sind vor allem der ausgebaute Flugplatz Schenkenturm und der im Süden der Stadt neuentstandene Transrapid-Bahnhof mit seinen Verbindungen nach Nürnberg, Stuttgart und Frankfurt erhalten geblieben. Beiden dienen heute den Konzernen als Anlieferungshafen, den Reichen als Reisemittel und dem organisierten Verbrechen als Schmuggel- und Umschlagplatz.
Das Wasser des Mains ist durch die Jahrzehnte lange Belastung mit Abfällen und Leichen der Stadt zu einem stinkenden brauen Strom geworden, der sich nur unter erheblichem Aufwand beschiffen oder in sonstiger Weise wirtschaftlich nutzen lässt. Der zunehmende Verfall des Gewässers stellt auch die Trinkwasserversorgung der seit kurzem wieder wachsenden Stadt auf eine harte Probe.
stolzer Besitzer von 10 Punkten!

Andre
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Re: Franken und Würzburg im Überblick

Beitrag von Andre » 01 Mär 2009 15:34

Würzburg in Zahlen:

Einwohnerzahl: ca. 160.000
Dunkelziffer nicht registrierter Bürger: ca. 50.000
Unterhalb der Armutsgrenze: 20%
Kriminalitäts-Rate: 4,3%
Davon erfolgreich verfolgt: ca. 14%
Bevölkerungsspiegel:
Menschen: 65%
Elfen: 8%
Orks: 17%
Trolle: 6%
Zwerge: 4%

Das Gebiet um die leer gefegte Altstadt wird von den wohlhabenderen Menschen und dem größten Teil der Zwerge besiedelt. Man sollte meinen, dass dort wegen der Nähe zum Sperrgebiet ein hohes Polizeiaufkommen herrschen sollte, jedoch sorgen hauptsächlich private Kräfte für ein Mindestmaß an Eindämmung – meist gegen ein fürstliches Entgelt.
Die menschliche Oberschicht und eine Gruppe von Elfen leben in Lengfeld und den umliegenden Konzerngebieten. Auch hier liegt die Kontrolle nicht in der Hand der regulären Polizeikräfte, sondern in der der besser ausgerüsteten und ausgebildeten Konzerntruppen.
In Höchberg findet sich die andere Gruppe von Elfen in der Akademie der Schutzhermetik zu Herbipolis und im landwirtschaftlichen Teil eine Mischung aus Menschen und Orks. Die Polizei sorgt hier nach Kräften für ein gutes Stadtbild, immerhin ist die Akademie das neue Aushängeschild der Stadt und soll sie wieder in ein gutes Licht rücken.
Gerbrunn wird fast ausschließlich von der menschlichen Bildungselite bewohnt. Die alte Universität wird hauptsächlich von ebenso alten Sicherungsanlagen überwacht und die Polizei wird nur in äußersten Notfällen hinzugezogen – zu denen sie meistens zu spät erscheint.
Der Heuchelhof-Micro-Sprawl, oder HMS, wird von der Unterschicht aller Rassen bevölkert. Den Löwenanteil stellen jedoch die Orks und Trolle. Sie sind meist in Straßengangs organisiert und der Polizei zahlenmäßig bei weitem überlegen. Es herrscht das das Recht des Stärkeren oder desjenigen, der die meisten Freunde hat.
Jeder Stadtteil von Würzburg hat so seine eigenen Regulierungsinstrumente geschaffen, um das Gleichgewicht zwischen den Schatten und Recht und Gesetz aufrecht zu erhalten. Eine klassische Einstufung zwischen den verschiedenen Vierteln auf der bekannten Skala von AAA bis F ist daher nur sehr bedingt möglich.
Die Zahlen spiegeln in etwa den Durchschnitt der gesamten ADL wieder. Sie sind jedoch stark ins negative reduziert, um den wirtschaftlichen Verfall des Großraums widerzuspiegeln. Die Ausgestaltung der Stadtteile ist von mir frei erfunden und zur besseren Bespielbarkeit ausgestaltet.
stolzer Besitzer von 10 Punkten!

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